Cobario: Wenn drei Musiker wie ein ganzes Orchester klingen










Es gibt Konzertabende, bei denen einfach alles zusammenpasst. Der 2. Juli auf Burg Heinfels war ein solcher. Ein lauer Sommerabend, der stimmungsvoll illuminierte Burghof und ein Trio, das mit scheinbarer Leichtigkeit Klangwelten entstehen ließ, die weit über die Möglichkeiten von zwei Gitarren und einer Violine hinausgingen.

Mit „Strings on Fire!“ eröffnete Cobario den Abend – und zugleich ein musikalisches Feuerwerk, das seinem Titel von der ersten Minute an gerecht wurde. Die Saiten glühten tatsächlich: Herwig Schaffners Violine und die Gitarren von Georg Aichberger und Dino Sulic verschmolzen zu einem Klangkörper, der orchestral wirkte und doch stets transparent blieb. Jeder Ton hatte seinen Platz, jede Stimme ihre Aufgabe.

Cobario versteht es, technische Perfektion nie zum Selbstzweck werden zu lassen. Was auf der Bühne geschieht, ist Virtuosität mit einem Augenzwinkern. Rasante Läufe, präzise Rhythmik und scheinbar mühelose Soli verbinden sich mit einer Spielfreude, die unmittelbar auf das Publikum überspringt. Besonders eindrucksvoll gelang dies beim furiosen Presto aus Antonio Vivaldis „Sommer“. Die drei Musiker ließen das berühmte Werk nicht einfach erklingen – sie erzählten es neu: temperamentvoll, mitreißend und voller Energie.

Dass Cobario weltweit auf den großen Bühnen ebenso zuhause ist wie einst auf den Straßen Barcelonas, wo das Trio 2006 seinen Anfang nahm, spürt man in jedem Moment. Die Nähe zum Publikum ist geblieben. Zwischen den Stücken wurde gescherzt, erzählt und immer wieder der direkte Kontakt gesucht. Das Publikum ließ sich gerne darauf ein, sang mit, klatschte die Rhythmen und wurde so selbst Teil des Konzerts.

Auch das parallel stattfindende WM-Spiel Österreich gegen Spanien blieb nicht unerwähnt. Schmunzelnd bemerkten die Musiker, man werde wohl nichts versäumen, da Österreich das Turnier vermutlich verlassen werde. Das Gelächter im Burghof war groß – und der augenzwinkernde Kommentar lockerte die ohnehin entspannte Atmosphäre zusätzlich auf.

Gerade die Mischung aus höchster musikalischer Qualität und sympathischer Ungezwungenheit macht den Reiz von Cobario aus. Hinter jeder Komposition steckt handwerkliche Präzision, doch nichts wirkt akademisch oder verkopft. Vielmehr entfaltet sich eine Musik, die Geschichten erzählt und Emotionen weckt – mal temperamentvoll und leidenschaftlich, dann wieder fein und beinahe poetisch.

Als die letzten Töne verklungen waren, erhob sich das Publikum geschlossen von den Sitzen. Die Standing Ovations galten nicht nur einem technisch brillanten Konzert, sondern einem Abend, an dem Musik Menschen zusammenführte und den historischen Burghof für zwei Stunden in einen Ort voller Energie, Lebensfreude und klanglicher Magie verwandelte.

Fotos: Peter Leiter

Zurück

BLOG

Archiv

Nur selten erlebt die Burg solche Winter, über Wochen lag die Anlage unter einer dicken Schneeschicht von über 150 cm. Die Zugangswege waren kaum freizuhalten und nur mit Mühe konnten die wichtigsten Teile der Burg erreicht werden.

Das Institut für Gestaltung | Gestaltung 1 der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck war für ihre Interviewreihe POP THE BUBBLE zu Gast auf der Burg Heinfels! Peter Volgger hat mit Peter Leiter, Gerhard Mitterberger, Gabriele Rath und Walter Hauser über die Herausforderung der Sanierung und der Umsetzung des Museumskonzeptes gesprochen.

Am 15. Juli 2020 haben wir die Burg Heinfels geöffnet. In dieser kurzen und sehr herausfordernden Saison durften wir aufgrund der weltweiten Pandemie mit vielen Reisebeschränkungen bis zum 26. Oktober trotzdem 5508 Besucher*innen in 659 Führungen willkommen heißen!

Wir haben auch freie Tageskontingente - auch für einen kurzfristig geplanten Besuch auf der Burg gibt es immer wieder Restkarten. Wir informieren Sie gerne unter +43 664 16 77 078 oder info@burg-heinfels.com!

Am Mittwoch, 15. Juli sind wir mit Museum, Shop und Burgschenke in die erste Sommersaison gestartet. Die Vorbereitungen dafür liefen auf schon seit einiger Zeit auf Hochtouren.

Die aktuelle Situation hat auch die Burg Heinfels fest im Griff. Die Bauarbeiten sind nach der Zwangspause wieder angelaufen und wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Fertigstellung des Museums.

Vor drei Jahren haben die aufwändigen Arbeiten zum größten profanen Restaurierungsvorhaben Tirols begonnen. Alle Dächer der Burg, mit Ausnahme jenes des Bergfriedes aus dem Jahr 1992, sind mittlerweile neu eingedeckt und die Zugangswege im Inneren der Anlage bereits gepflastert. Die Eröffnung des Museums ist im Frühsommer 2020 geplant.

Über 2800 Besucherinnen und Besucher haben von Mai 2018 bis Ende Oktober 2019 Einblicke in eine der spannendsten Baustellen der Region erhalten.

Es war ein besonderer Tag für die „Königin des Pustertals“: Am 12. Juli wurde in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck die Schutzengelglocke gegossen. Damit wird an die alte Tradition der Glocken auf der Burg angeknüpft

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten wurden eine besondere Rötelzeichnung aus dem beginnenden 16. Jahrhundert freigelegt. Doch das ist nicht die einzige Entdeckung!

In einer monatlichen Serie im "Pustertaler Volltreffer" erfährt man in interessanten, kurzen Geschichten bereits Bekanntes und ganz neue Erkenntnisse rund um die Burg Heinfels.

Die „Königin des Pustertals“ lockte bei traumhaftem Herbstwetter eine Heerschar an Besuchern an: 1662 Personen nahmen teils über 1 ½ Stunden Wartezeit in Kauf, um in einem geführten Rundgang durch das momentan größte profane Restaurierungsvorhaben Tirols sich selbst ein Bild von der Großbaustelle machen zu können.