Sonderausstellung 2023: Osttirol - Der Weg in die Moderne. 1870/71 - 1970

Viele Kulturinteressierte waren zur Eröffnung der ersten Sonderausstellung auf Burg Heinfels am 16. Juni gekommen. "Osttirol - Der Weg in die Moderne. 1870/71 - 1970" ist noch bis zum 29. Oktober im Rahmen der Panoramatour zu den angeführte Öffnungszeiten zugänglich.

Der Weg Osttirols in die Moderne verläuft grundsätzlich nach oben, nicht immer gleich konsequent, aber doch stetig. Betrachtet man die Zeit von 1870 bis 1970, so ist der Rahmen bestimmt vom Bau der Pustertalbahn 1870/71 mit der Erschließung des Bezirks für die „Welt“ und der Eröffnung der Felbertauernstraße 1967 als Durchbruch der Hohen Tauern mittels winterfester Nord-Süd-Straßenverbindung. Circa in der Mitte liegt eine weitere zentrale Zäsur: die Abtrennung Südtirols an den Kriegsgewinner Italien und die damit noch stärkere Isolierung des Bezirks Lienz nach 1918/20.

Der Begriff „Moderne“ als (Aufwärts)Entwicklung wird in drei Schwerpunkten visuell präsentiert: Mobilität: von Eisenbahn und Automobil bis Straßen- und Tunnelbau; Technik: von den Fertigkeiten in Land- und Holzwirtschaft bis Pionierleistungen in Wildbachverbauung, Höfe-Erschließung und Hochbau; Tourismus: von der „Sommerfrische“ in historischen Hotels und Schutzhütten bis hin zum Fremdenverkehr/Tourismus in den 1950er/1960er Jahren – mit dem besonderen Blickwechsel zwischen den Polen bildhafte Eigenbewerbung und Fotografien von Gästen.

 

Ausstellungsschwerpunkt „Technik“:
Äußerst gefährlicher Holzstämme-Transport durch Männer und Frauen (!) in einer angelegten Riese oder Loite im Defereggental, um 1900 – in Pose für den Fotografen
(Fotograf: Josef Ladstätter; Sammlung Heinz Kröll – TAP)

Abgerundet wird die Foto-Ausstellung des Tiroler Photoarchivs TAP, in Kooperation mit dem Museumsverein Burg Heinfels, durch Filme aus Privatsammlungen: die Außensicht von Touristen auf das Einheimische trifft auf Straßenbau- und Freizeitsequenzen Osttiroler Herkunft. Eine hilfreiche Zeitleiste mit den wichtigsten Daten der Geschichte Osttirols, quergelegte mit jenen Österreichs und der Welt, ergänzt die Schau.

 

 

 

Zurück

Aktuelles

Archiv

Bunt gekleidet und mit viel Spielfreude präsentierten sich die drei Musikerinnen von Trianima am 20. August auf Burg Heinfels. Mit ihrem Programm „re:colored“ sorgten Isabel Goller an der Harfe, Johanna Gossner an der Klarinette und Marilies Guschlbauer am Violoncello für einen abwechslungsreichen und beeindruckenden Konzertabend.

Bei besten Laufbedingungen ging am Samstag, 8. August, der 7. Heinfelser Turmlauf über die Bühne. Die anspruchsvolle Strecke wieder von der Punbrugge hinauf zur Burg Heinfels. 1.100 Meter Strecke, 140 Höhenmeter und 265 Stufen galt es bis zum Ziel auf der höchsten Ebene des Bergfrieds zu bewältigen.

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Festplatz der Burg Heinfels, als Tschentig am 23. Juli erstmals die neue Bühne im äußeren Burghof bespielte. Mit Dialektpop, perfekten mehrstimmigen Gesängen und viel Spielfreude begeisterte die Gruppe das Publikum. Die farbenprächtig illuminierte Burg sorgte für den stimmungsvollen Rahmen eines gelungenen Konzertabends.

Es gibt Konzertabende, bei denen einfach alles zusammenpasst. Der 2. Juli auf Burg Heinfels war ein solcher: Cobario begeisterte mit virtuoser Spielfreude und orchestralem Klang. Standing Ovations waren der verdiente Schlusspunkt eines mitreißenden Konzertabends.

Ein besonderer Ort, ideale Wetterbedingungen und ein erfrischend neues musikalisches Konzept sorgten am 18. Juni für einen unvergesslichen Abend auf Burg Heinfels. Erstmals konnte nach den abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten am Westtrakt wieder der Innenhof der Burg als Konzertlocation genutzt werden.

Berührend, virtuos und absolut „perig“: Am 4. Juni gastierten Cordes y Butons auf Burg Heinfels und sorgten für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Spätestens als das Publikum den Langen Saal in einen großen Chorraum verwandelte, wurde die verbindende Kraft ihrer Musik unmittelbar spürbar.

Erstmals war Burg Heinfels Teil der beliebten Musikmeile – und durfte sich über zahlreiche Besucher sowie beste Stimmung freuen. Trotz eines frischen Lüftchens wurde in einzigartigem Ambiente gemeinsam musiziert, gefeiert und genossen.

Der Heinfelser Burgsommer 2026 steht in den Startlöchern: Das neue Programmheft ist ab sofort erhältlich und lädt zu einem abwechslungsreichen Kultursommer auf Burg Heinfels ein. Von traditioneller Volksmusik über innovative Konzertformate bis hin zu sportlichen Höhepunkten erwartet Besucherinnen und Besucher zwischen Mai und September ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm in einzigartiger historischer Atmosphäre.

Die Burg Heinfels schließt einen weiteren Meilenstein ihrer Revitalisierung ab: Am 29. April 2026 eröffnet im Westflügel das „Kulinarium Burg Heinfels“. Nach der umfassenden Restaurierung der Gesamtanlage markiert die Aktivierung der zweigeschoßigen Gastronomie den Abschluss der zweiten Ausbaustufe und stärkt die Burg als ganzjährigen Erlebnisort.

 

Die Raiffeisenbank Sillian-Lienzer Talboden verlängert ihre Premiumpartnerschaft mit dem Museumsverein Burg Heinfels um weitere fünf Jahre. Damit bekräftigt die Regionalbank ihr langjähriges Engagement für das historische Wahrzeichen im Pustertal, dessen umfassende Sanierung sie bereits seit 2017 maßgeblich unterstützt hat.

Im Westtrakt der Burg entsteht ein umfangreiches gastronomisches Angebot, das auf mehreren Ebenen das ursprüngliche Nutzungskonzept der drei Säulen Museum, Events um die Gastronomie komplettiert. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen.

 

Die Kuratoren Dr. Richard Piock und Dr. Martin Kofler (TAP) führen im Rahmen des Aktionstages des Euregio Museumsjahrs durch diesjährige Sonderausstellung 2025 auf dem Dach der Laurentiuskapelle auf Burg Heinfels.