Sonderausstellung 2025:
Die Fluchtwege des Michael G.

Am 23. Mai wurde auf Burg Heinfels im feierlichen Rahmen die Sonderausstellung „Die Fluchtwege des Michael G. - Über die Berge – der Freiheit wegen – 1525/26 bis zur Gegenwart“ eröffnet. Sie ist Teil des Euregio-Museumsjahres 2025 und entstand in Kooperation mit dem Tiroler Photoarchiv TAP und dem LUMEN.Museum für Bergfotografie.

Präsident Peter Leiter begrüßte zur Eröffnung auf Burg Heinfels die ersten Besucherinnen und Besucher. Die beiden Kuratoren Dr. Richard Piock und Dr. Martin Kofler führten fundiert in die Ausstellung ein. Diese widmet sich dem Thema Flucht als wiederkehrendes Phänomen – immer dann, wenn Freiheit, Sicherheit oder religiöse und kulturelle Identität durch politische Macht bedroht waren.

Martin Kofler kuratierte die Ausstellung in Heinfels, Richard Piock gestaltete den zweiten Teil im LUMEN.Museum für Bergfotografie auf dem Kronplatz bei Bruneck.

 

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte das Ensemble Quetschholz unter der Leitung von Christian Schönegger.

Die Ausstellung beleuchtet auf Schautafeln die historischen und zeitgenössischen Fluchtwege über die Berge – von den Rückzugsrouten Michael Gaismairs während des Bauernkriegs 1525/26 bis hin zu Fluchten im 20. und 21. Jahrhundert. Die Präsentation ist geografisch zweigeteilt und an zwei Orten zu sehen.

Auf dem Dach der historischen Laurentiuskapelle der Burg Heinfels liegt der Fokus auf den Routen über das Zillertal, Salzburg und Osttirol sowie auf Wegen über die Krimmler Tauern bis hin zu Exilen im Iran und Tibet. Am 24. Mai wurde die Ausstellung auch im LUMEN.Museum für Bergfotografie auf dem Kronplatz eröffnet. Dort stehen Fluchterfahrungen in den Regionen Graubünden, Gadertal und Padua sowie in den Anden, Pyrenäen und Westalpen im Zentrum.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Oktober 2025 an beiden Standorten für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

Fotos:
Ramona Hofmann, Peter Leiter

 

Kooperationspartner:
Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP)
LUMEN. Museum für Bergfotografie

Mit freundlicher Unterstützung von

 

 

Zurück

BLOG

Archiv

Die aktuelle Situation hat auch die Burg Heinfels fest im Griff. Die Bauarbeiten sind nach der Zwangspause wieder angelaufen und wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Fertigstellung des Museums.

Vor drei Jahren haben die aufwändigen Arbeiten zum größten profanen Restaurierungsvorhaben Tirols begonnen. Alle Dächer der Burg, mit Ausnahme jenes des Bergfriedes aus dem Jahr 1992, sind mittlerweile neu eingedeckt und die Zugangswege im Inneren der Anlage bereits gepflastert. Die Eröffnung des Museums ist im Frühsommer 2020 geplant.

Über 2800 Besucherinnen und Besucher haben von Mai 2018 bis Ende Oktober 2019 Einblicke in eine der spannendsten Baustellen der Region erhalten.

Es war ein besonderer Tag für die „Königin des Pustertals“: Am 12. Juli wurde in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck die Schutzengelglocke gegossen. Damit wird an die alte Tradition der Glocken auf der Burg angeknüpft

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten wurden eine besondere Rötelzeichnung aus dem beginnenden 16. Jahrhundert freigelegt. Doch das ist nicht die einzige Entdeckung!

In einer monatlichen Serie im "Pustertaler Volltreffer" erfährt man in interessanten, kurzen Geschichten bereits Bekanntes und ganz neue Erkenntnisse rund um die Burg Heinfels.

Die „Königin des Pustertals“ lockte bei traumhaftem Herbstwetter eine Heerschar an Besuchern an: 1662 Personen nahmen teils über 1 ½ Stunden Wartezeit in Kauf, um in einem geführten Rundgang durch das momentan größte profane Restaurierungsvorhaben Tirols sich selbst ein Bild von der Großbaustelle machen zu können.

Im Rahmen des „Interreg V Projekts ITAT 2002 Türme und Burgen“ wurde auf Burg Heinfels vom 25. bis zum 27. April der dritte und letzte Teil der grenzübergreifenden Workshops zum Thema „Historisches Mauerwerk: Restaurierung und Bau unter Verwendung der korrekten Materialien und Arbeitstechniken“ abgehalten.

Der Museumsverein Burg Heinfels unterzeichnet die Partnerschaft mit der heimischen Regionalbank, die das Großprojekt der Sanierung der „Königin des Pustertals“ die nächsten Jahre maßgeblich fördert

Im Rahmen des „Interreg V Projekts ITAT 2002 Türme und Burgen“ wurde auf Burg Heinfels vom 10. bis zum 12. Mai ein grenzübergreifender Workshop zum Thema „Historisches Mauerwerk: Restaurierung und Bau unter Verwendung der korrekten Materialien und Arbeitstechniken“ abgehalten.

Es rührt sich was in den alten Mauern! Wir informieren laufend in sozialen Medien über den Fortschritt der Restaurierungsarbeiten.

In wenigen Jahren soll die grundsanierte Burg Heinfels wieder öffentlich zugänglich sein. Ein ehrgeiziges Ziel, wenn man derzeit einen Blick in das Innere der imposanten Anlage wirft, die die letzten Jahrzehnte mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben war.