Tag des Denkmals 2026: Auf Spurensuche in die Zeit vor der Burg


Großes Interesse am Tag des Denkmals auf Burg Heinfels: Bei vier Vorträgen nahm der Archäologe Harald Stadler die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch mehrere Jahrtausende – von der Steinzeit bis ins frühe Mittelalter. Wie alt ist der Burghügel von Heinfels tatsächlich? Wer hielt sich hier auf, lange bevor die mittelalterliche Burg errichtet wurde? Und welche Geschichten lassen sich aus den Funden herauslesen?

Diesen Fragen widmete sich der diesjährige Tag des Denkmals auf Burg Heinfels. Alle vier Vorträge mit dem Archäologen Harald Stadler waren sehr gut besucht. Das Publikum war bunt gemischt und reichte von Kindern und Jugendlichen bis zu historisch interessierten Erwachsenen.

 



Erstmals wurden neue Funde der Öffentlichkeit präsentiert.


Archäologie aus erster Hand

Mit Harald Stadler konnte dafür ein ausgewiesener Kenner der Region gewonnen werden. Der Archäologe und emeritierte Professor der Universität Innsbruck beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Ur- und Frühgeschichte sowie der Mittelalterarchäologie Osttirols. Seine Verbindung mit Burg Heinfels reicht ebenfalls weit zurück: Bereits 1993 war Stadler an den ersten planmäßigen archäologischen Grabungen im Bergfried beteiligt. Dabei wurden neben Erkenntnissen zur Baugeschichte auch ältere Siedlungsspuren entdeckt.

Beim Tag des Denkmals präsentierte Stadler die Geschichte des Burghügels in einem pointierten, kurzweiligen und äußerst anschaulichen Vortrag. Von der Jungsteinzeit über Bronze- und Eisenzeit, die Kelten und die römische Epoche bis ins frühe Mittelalter entstand so das Bild eines Ortes, der schon Jahrtausende vor dem Bau der Burg von Menschen genutzt und geprägt wurde.


Neue Funde verändern das Bild des Burghügels

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Arbeit der Archäologischen Forschungsgruppe Osttirol, deren Obmann Harald Stadler ist. Seit 2021 führt die Gruppe systematische Prospektionen mit Metalldetektoren auf dem Burghügel und innerhalb der Burg durch. Dabei wurden bereits hunderte Objekte entdeckt, die einen Zeitraum von der Bronzezeit bis ins 20. Jahrhundert abdecken.

Sondengeher wie Michael Jost und Thomas Mitterdorfer haben in den vergangenen Jahren zahlreiche bemerkenswerte Funde gemacht. Dazu zählen unter anderem römische Sesterzen und Denare, ein keltischer Obol sowie ein außergewöhnlicher Griffplattendolch. Solche Einzelfunde sind weit mehr als archäologische Kuriositäten: Zusammengenommen helfen sie, die Geschichte und Nutzung des Burghügels Stück für Stück neu zu verstehen.

Auch die beim Tag des Denkmals präsentierten Originalfunde machten deutlich, wie weit die Geschichte von Heinfels zurückreicht. Die bereits früher im Bergfried gefundene jungsteinzeitliche Silexpfeilspitze gehört beispielsweise zu den seltensten Nachweisen ihrer Art in der Region. Stadler bezeichnet den Burghügel aufgrund seiner Topographie und der Vielzahl an Funden als besonders aussichtsreich für die Erforschung der Siedlungsgeschichte des östlichen Pustertals.



In einem kurzweiligen Vortrag nahm Harald Stadler die interessierten Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise mit durch die Vergangenheit.


Die „Fortuna von Heinfels“

Eine ganz besondere Entdeckung ist die mittlerweile weit über die Region hinaus bekannte „Fortuna von Heinfels“. Die rund zwölf Zentimeter große römische Bronzestatuette der Göttin Fortuna wurde 2021 bei Arbeiten an der Nordseite der Burg entdeckt. Wissenschaftlich untersucht wurde der außergewöhnlich gut erhaltene Fund an der Universität Innsbruck.

Die Fortuna gilt als einer der herausragenden römischen Bronzefunde der vergangenen Jahre in Osttirol. Ihre Entdeckung hat zugleich neue Fragen zur Nutzung des Burghügels in römischer Zeit aufgeworfen. Die Statuette soll künftig ihren dauerhaften Platz wieder auf Burg Heinfels finden.


„Es ist noch lange nicht alles auserzählt“

Gerade diese neuen Funde zeigen, dass die archäologische Geschichte von Heinfels noch längst nicht abgeschlossen ist. In seiner wissenschaftlichen Arbeit weist Harald Stadler auf das große archäologische Potenzial des Burghügels hin. Viele Bereiche sind bislang nur punktuell untersucht worden; die noch nicht überbauten Flächen bieten weiterhin Möglichkeiten, neue Erkenntnisse zur Vor- und Frühgeschichte der Region zu gewinnen.

„Es ist noch lange nicht alles auserzählt. In der Archäologie kann jeder neue Fund eine Überraschung bringen – und manchmal sogar zu einer Neubewertung dessen führen, was man bisher zu wissen glaubte.“


Für den Museumsverein Burg Heinfels ist das Anlass, die archäologische Spurensuche fortzusetzen und weitere Veranstaltungen in diesem Format anzubieten. Denn der Tag des Denkmals hat eindrucksvoll gezeigt: Die Geschichte der Burg beginnt nicht erst mit ihren Mauern.

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"Ein neuer, heller Klang"

Nach mehr als 200 Jahren läutet wieder eine Glocke auf der Burg Heinfels. Bischof Hermann Glettler weihte die neue Schutzengelglocke am 9. Mai.

Wir öffnen am 1. Mai!

Neu zu Saisonbeginn 2021: Die Außenbereiche von Burg Heinfels können im Rahmen der Panoramatour während der Öffnungszeiten auf eigene Faust erkundet werden! Sobald es die Rahmenbedingungen erlauben, finden auch unsere geführten Touren durch die weitläufige Burganlage statt.

Ein langer Winter geht zu Ende

Nur selten erlebt die Burg solche Winter, über Wochen lag die Anlage unter einer dicken Schneeschicht von über 150 cm. Die Zugangswege waren kaum freizuhalten und nur mit Mühe konnten die wichtigsten Teile der Burg erreicht werden.

An der Ruine bauen

Das Institut für Gestaltung | Gestaltung 1 der Fakultät für Architektur der Universität Innsbruck war für ihre Interviewreihe POP THE BUBBLE zu Gast auf der Burg Heinfels! Peter Volgger hat mit Peter Leiter, Gerhard Mitterberger, Gabriele Rath und Walter Hauser über die Herausforderung der Sanierung und der Umsetzung des Museumskonzeptes gesprochen.

Wir sagen DANKE …

Am 15. Juli 2020 haben wir die Burg Heinfels geöffnet. In dieser kurzen und sehr herausfordernden Saison durften wir aufgrund der weltweiten Pandemie mit vielen Reisebeschränkungen bis zum 26. Oktober trotzdem 5508 Besucher*innen in 659 Führungen willkommen heißen!

Besuch auf der Burg geplant? Jetzt informieren!

Wir haben auch freie Tageskontingente - auch für einen kurzfristig geplanten Besuch auf der Burg gibt es immer wieder Restkarten. Wir informieren Sie gerne unter +43 664 16 77 078 oder info@burg-heinfels.com!

Erster Museumstag auf der Burg Heinfels!

Am Mittwoch, 15. Juli sind wir mit Museum, Shop und Burgschenke in die erste Sommersaison gestartet. Die Vorbereitungen dafür liefen auf schon seit einiger Zeit auf Hochtouren.

Es geht aufwärts!

Die aktuelle Situation hat auch die Burg Heinfels fest im Griff. Die Bauarbeiten sind nach der Zwangspause wieder angelaufen und wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Fertigstellung des Museums.

Große Baufortschritte auf der Burg Heinfels

Vor drei Jahren haben die aufwändigen Arbeiten zum größten profanen Restaurierungsvorhaben Tirols begonnen. Alle Dächer der Burg, mit Ausnahme jenes des Bergfriedes aus dem Jahr 1992, sind mittlerweile neu eingedeckt und die Zugangswege im Inneren der Anlage bereits gepflastert. Die Eröffnung des Museums ist im Frühsommer 2020 geplant.

Ende der Baustellenführungen - Vielen Dank für Ihren Besuch!

Über 2800 Besucherinnen und Besucher haben von Mai 2018 bis Ende Oktober 2019 Einblicke in eine der spannendsten Baustellen der Region erhalten.

Eine neue Glocke für die Burg Heinfels

Es war ein besonderer Tag für die „Königin des Pustertals“: Am 12. Juli wurde in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck die Schutzengelglocke gegossen. Damit wird an die alte Tradition der Glocken auf der Burg angeknüpft

Die ersten Musikanten auf der Burg Heinfels?

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten wurden eine besondere Rötelzeichnung aus dem beginnenden 16. Jahrhundert freigelegt. Doch das ist nicht die einzige Entdeckung!